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6_2020

Konjunkturlage im zweiten Quartal 2020 verschlechtert sich

La conjoncture en berne au deuxième trimestre 2020

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) sieht düstere Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel aufziehen. Wie schätzt die Planungsbranche ihre Situation ein? | Le Centre de recherches conjoncturelles (KOF) de l’EPFZ prévoit des sombres perspectives qui ne tranchent guère avec les estimations des concepteurs.

Texte français ci-dessous

In einer «Szenario-Analyse zu den kurzfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie» hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) vier Szenarien skizziert, wie sich der Lockdown auf die Schweizer Volkswirtschaft auswirken könnte. Das düsterste Szenario geht von einem Verlust von 35 Milliarden Franken aus – wobei bei diesem ein vorsichtiges Ausatmen angezeigt ist, geht es doch von einem zweimonatigen Lockdown aus. Gleichzeitig zeigt der KOF-Bericht, dass drei Treiber für die Verluste verantwortlich sind: die internationale Entwicklung, die Lockdown-Massnahmen in der Schweiz und die krankheitsbedingen Ausfälle inkl. den Quarantänemassnahmen.

Baugewerbe kommt relativ glimpflich davon

 Baugewerbe kommt relativ glimpflich davon Wenn man in diesem Zusammenhang von einer guten Nachricht reden kann, dann vielleicht von der, dass das Baugewerbe relativ glimpflich davonkommt – sofern wenige Arbeitnehmende unter Quarantäne gestellt werden müssen und die inländische Nachfrage intakt bleibt. Denn das Baugewerbe ist nicht so stark vom internationalen Geschäft abhängig und reagiert deshalb weniger auf Änderungen im internationalen Umfeld. Wie schätzen aber die Planenden ihre Situation selbst ein? Die Ergebnisse der KOF-Konjunkturumfrage im Projektierungssektor vom April 2020 zeigen eine deutliche Verschlechterung der konjunkturellen Lage. Annähernd 38% der an der Umfrage Teilnehmenden beurteilen die Geschäftslage als gut, 49% als befriedigend und 13% als schlecht. Bei der Ertragslage der letzten drei Monate rapportieren 19% der Befragten eine Verschlechterung, 73% eine gleichbleibende und 9% eine bessere. Die Reichweite der Auftragsbestände sinkt von 11.3 Monaten im ersten Quartal 2020 auf 9.9 Monate im zweiten Quartal 2020 (saisonbereinigt).

Die Planungsbüros schätzen ihre Aussichten bezüglich der erwarteten Entwicklung der Geschäftslage deutlich pessimistischer ein als noch im Februar. 51% der Unternehmen erwarten keine Veränderung in den nächsten sechs Monaten, 45% eine Verschlechterung und nur rund 4% eine Verbesserung. Im Februar erwarteten noch 82% der Unternehmen eine gleichbleibende, 5% eine schlechtere und 13% eine bessere Geschäftslage. Auch die saisonbereinigten Saldi der erwarteten Leistungserbringung, der Ertragslage sowie der Nachfrageentwicklung in den nächsten drei Monaten sank in der April-Umfrage deutlich unter null. Es berichten vermehrt Unternehmen, dass neben Mangel an Arbeitskräften, ungenügender Nachfrage, finanziellen Restriktionen sowie Engpässen bei technischen Kapazitäten auch noch andere Faktoren existieren, welche die Leistungserbringung hemmen. Unverändert berichten rund 27% der Planungsbüros, dass sie keine limitierenden Faktoren bei der Leistungserbringung feststellen.

Architekturbüros revidieren ihre Erwartungen

 Die Einschätzung der konjunkturellen Lage durch die Architekturbüros trübt sich ein. Im April beurteilen rund 33% die Geschäftslage als gut, 48% als befriedigend und 19% als schlecht. Die Architekturbüros revidieren ihre Erwartungen hinsichtlich der Geschäftslage, der Leistungserbringung und der Ertragslage im Vergleich zum März deutlich nach unten. 51% der Unternehmen erwarten, dass die Nachfrage in den nächsten drei Monaten unverändert bleiben wird, 44% erwarten eine Abnahme und 7% eine Zunahme. Im März rechneten noch 74% mit einer stabilen Nachfrage, 17% mit einer Abnahme und 11% mit einer Zunahme. Zurzeit berichten 46% der Unternehmen, dass eine ungenügende Nachfrage die Leistungserbringung hemmt. Die Reichweite der Auftragsbestände sinkt saisonbereinigt von 11.5 Monaten im ersten Quartal 2020 auf 10.9 Monate im zweiten Quartal 2020.

Auch die Erwartungen der Ingenieurbüros trüben sich ein

Die Ingenieurbüros zeigen sich im April hinsichtlich der konjunkturellen Lage deutlich pessimistischer als noch im März. 41% der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage als gut, 50% als befriedigend und 9% als schlecht. Lediglich 2% der Ingenieurbüros rechnen mit einer Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten, 51% mit keiner Veränderung und 47% mit einer Verschlechterung. Im März rechneten noch über 80% der Unternehmen mit keiner Veränderung der Geschäftslage. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Ertragslage, der Leistungserbringung und der Nachfrage reduzieren sich. Gleichzeitig sinkt die Reichweite der Auftragsbestände saisonbereinigt von 11.2 Monaten im ersten Quartal 2020 auf 9.3 Monate im zweiten Quartal 2020. Während sich in den letzten eineinhalb Jahren rund die Hälfte der Ingenieurbüros über einen Mangel an Arbeitskräften beklagte, sind es jetzt nur noch rund 40%..

Starke Aufhol- oder langfristige Hystereseeffekte: Das ist die Frage

Fakt ist, beim ersteren handelt es sich um eine Analyse und beim letzteren um eine Prognose. Beide basieren auf Annahmen. Die KOF schreibt in ihrer Analyse, dass die mittel- bis langfristigen Kosten stark vom weiteren Verlauf der Pandemie sowie von den getroffenen wirtschaftspolitischen Massnahmen abhängen. So seien sowohl starke Aufholeffekte wie auch langfristige Hystereseeffekte – Fortdauer einer Wirkung bei Wegfall der Ursache – möglich. Auch Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, sagt in seinem Interview in der Sonntagszeitung vom 10. Mai 2020, die entscheidende Frage sei, ob der (wirtschaftliche) Einbruch kurz bleibe und dann eine rasche Erholung folge oder ob die Schweizer Wirtschaft mit länger anhaltenden Folgen rechnen müsse. Da tut es auch nichts zur Sache, ob die aktuelle Situation der grösste wirtschaftliche Einbruch seit der Grossen Depression der 1930-er Jahre oder seit dem Zweiten Weltkrieg oder seit der Ölkrise in den 1970-Jahre ist. Denn eins ist klar, der Schweizer Wirtschaft bläst eine steife Brise entgegen. Und das bedeutet für alle, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen.

Die vollständige «Szenario-Analyse zu den kurzfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie» der Konjunkturforschungsstelle der ETZ (KOF) finden Sie hier.

 

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Le KOF a identifié les trois causes majeures de ce ralentissement – la situation internationale, les mesures de confinement en Suisse et les arrêts de travail pour cause de maladie (quarantaine incluse) – et a dégagé quatre scénarios exposant les possibles conséquences économiques à court terme de la pandémie de COVID-19 sur l’économie suisse. Le moins favorable, basé sur un confinement de deux mois et une reprise très prudente, prédit des pertes de 35 milliards de francs.

La construction largement épargnée

 Dans ce contexte particulièrement tendu, les conséquences de la crise sanitaire sur la construction devraient rester relativement bénignes – à condition toutefois que le nombre de travailleurs mis en quarantaine ne soit pas trop élevé et que la demande domestique se maintienne. En effet, la construction a bénéficié de son assez grande indépendance par rapport aux développements des marchés internationaux. Si, sur le papier, leur secteur est peu affecté, les concepteurs affichent néanmoins un moral en baisse dans le sondage effectué par le KOF en avril 2020. S’ils sont encore 38 % à juger la marche des affaires bonne, 49 % l’estiment satisfaisante et 13 % la considèrent mauvaise. Concernant leur situation bénéficiaire au cours des trois derniers mois, elle est qualifiée de dégradée par 19 % des sondés, de stable par 73 % et de meilleure par 9 %. Le volume de commandes, qui s’étalait sur 11,3 mois au premier trimestre 2020, a baissé au second trimestre, passant à 9,9 mois (chiffres apurés des variations saisonnières).

Les bureaux d’études se montrent nettement plus pessimistes quant à l’évolution de la marche des affaires qu’au début de l’année : 51 % des entreprises n’escomptent aucun changement dans les six prochains mois, 45 % s’attendent à une dégradation et seuls 4 % tablent sur une amélioration. En effet, en février 82 % des entreprises estimaient que leur situation économique resterait stable, 5 % qu’elle se dégraderait et 13 % qu’elle s’améliorerait. De même, les chiffres du mois d’avril (apurés des variations saisonnières) concernant la fourniture de prestations attendue, la situation bénéficiaire ainsi que l’évolution de la demande dans les trois prochains mois tombent nettement dans le négatif. Les entreprises sont plus nombreuses à déplorer – outre une pénurie de main d’œuvre, une demande trop faible, des restrictions financières et des ressources techniques insuffisantes – d’autres facteurs freinant la fourniture de prestations. Toutefois, le pourcentage de bureaux ne s’estimant pas entravées à cet égard reste stable, à 27 %.

Baisse de moral chez les architectes

 Les bureaux d’architecture se montrent plus pessimistes dans leurs estimations de la situation conjoncturelle et étaient 33 % à la considérer bonne, 48 % à la dire satisfaisante et 19 % à la juger mauvaise au mois d’avril. Par rapport au mois de mars, les bureaux d’architecture ont nettement revu à la baisse leurs attentes relatives à la situation économique, à la fourniture de prestations et à la situation bénéficiaire. Si 51 % des sondés estiment que la demande restera inchangée dans les trois prochains mois, que 44 % s’attendent à une baisse et 7 % à une hausse ; ils étaient encore 74 % à tabler sur une demande stable, 17 % sur une demande en baisse et 11 % à escompter une hausse en mars. Actuellement, 46 % des entreprises affirment qu’une demande insuffisante freine leur activité. Le volume de commandes, qui s’étalait sur 11,5 mois au premier trimestre 2020, a baissé au second trimestre, passant à 10,9 mois (chiffres apurés des variations saisonnières).

Même morosité chez les ingénieurs

Entre mars et avril, les bureaux d’ingénierie ont nettement perdu de leur optimisme. Les entreprises sont 41 % à estimer la marche des affaires bonne, 50 % à la considérer satisfaisante et 9 % à la juger mauvaise. Elles ne sont que 2 % à escompter une amélioration dans les six prochains mois, mais 51 % à penser que le statu quo se maintiendra et 47 % à craindre une détérioration – des chiffres qui contrastent avec ceux du mois de mars, lorsque 80 % n’anticipaient aucun changement de la marche des affaires. L’inquiétude qui transparaît dans ces chiffres se traduit également par des attentes en baisse sur le plan de la situation bénéficiaire, de la fourniture de prestations et de la demande. Le volume de commandes, qui s’étalait sur 11,2 mois au premier trimestre 2020, a baissé au second trimestre, passant à 9,3 mois (chiffres apurés des variations saisonnières). Note positive, la part de sondés déplorant une pénurie de main d’œuvre, qui représentait environ 50 % au cours des 18 derniers mois, s’établit maintenant à 40 %.

Forts effets de rattrapage ou hystérèse à long terme ?

La première option relève du domaine de l’analyse, la seconde du pronostic. Fait est que les deux cas se fondent sur des hypothèses. Dans son compte-rendu, le KOF avance que les pertes à moyen/long terme s’indexeront largement sur l’évolution de la pandémie ainsi que sur les politiques économiques déroulées. Aussi deux variantes sont-elles envisageables, soit de forts effets de rattrapage, soit une hystérèse (ce terme décrit une situation dans laquelle un effet perdure après extinction de sa cause). Thomas Jordan, président de la Banque nationale suisse, a déclaré dans un entretien accordé le 10 mai 2020 à la Sonntagszeitung que la question décisive à l’heure actuelle consiste à savoir si la crise économique entraînée par la pandémie restera limitée dans le temps et sera suivie d’un rapide rétablissement ou s’il faudra compter avec des conséquences sur le long terme. Quelle que soit la crise à l’aune de laquelle on voudra la comparer – Grande Dépression des années 30, deuxième guerre mondiale ou crise pétrolière des années 70 – une chose est sûre : l’économie suisse traversera une mauvaise passe dont tous auront à subir les contrecoups.

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