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12_2019

Die Besten 2019

Die Besten 2019

Die Besten 2019 werden im und zusammen mit dem Museum für Gestaltung präsentiert. Der Goldhase in der Kategorie Landschaftsarchitektur geht an Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich.

 

Landschaftsarchitektur Gold

 Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker, Uster ZH

Bauherrschaft: Primarschulpflege Uster

Landschaftsarchitektur: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich

Die Gestaltung der Aussenräume des Primarschulhauses Krämeracker in Uster gibt eine mutige und unkonventionelle Antwort auf eine konventionelle, aber gesellschaftlich relevante Frage: Wie kann und soll heute eine kinderfreundliche Schulhausumgebung aussehen ? Ganz Landschaftsarchitekten schaffen es, viele Themen auf wenig Raum unterzubringen. Hauptrollen spielen die Materialien und die Bepflanzung. Thema ist der Kontrast, Reibungswärme entsteht etwa zwischen Kieshügel und Asphaltflächen, Wiese und Rasen, Berberitze und Tamariske oder Betonstein und Klinker. Die Gestaltung ist sorgfältig bis ins Detail: Spielerisch nähen etwa ausgeklügelte Trittstein- und Backsteinverbände die Flächen zusammen und sorgen dafür, dass ein grosses Ganzes entsteht. Gestaltung, Materialvielfalt, Gärtnerhandwerk, Artenreichtum und Sinnlichkeit sind liebe- und lustvoll vereint.

 

Landschaftsarchitektur Silber

 Uferpark Attisholz, Luterbach SO

Bauherrschaft: Kanton Solothurn, Hochbauamt

Landschaftsarchitektur: Mavo Landschaften, Zürich

Die Schönheiten des Orts sehen und sichtbar machen, so lautete das ungeschriebene Motto der Landschaftsarchitektinnen von Mavo. Ihr Ansatz pendelt zwischen pragmatischer Umnutzung, etwa der ehemaligen Kläranlage in eine dreidimensionale Spazier- und Kletterlandschaft, und urbanem Design, etwa des Platzes vor dem neuen Restaurant. Geschickt lassen die Landschaftsarchitektinnen neue Orte entstehen, schneiden Fenster in die Landschaft oder verknüpfen Fluss-, Damm- und Aussichtsniveau. Entstanden ist ein zeitgenössischer Park, der es schafft, den Bogen zwischen Geschichte und Zukunft des Orts, zwischen Ökologie und Infrastruktur oder zwischen Naturschutz und Freizeitanlage zu schlagen, und der als Beschleuniger der städtebaulichen Entwicklung funktionieren wird.

 

Landschaftsarchitektur Bronze

Studio Dietikon, Dietikon ZH

Bauherrschaft: Stadtplanungsamt Dietikon

Prozessbegleitung, Konzeption und Umsetzung: Denkstatt, Basel und Zürich

Mit dem Studio Dietikon hat die Stadt eine originelle und schlaue Vermittlungsplattform für Themen der Stadtentwicklung ins Leben gerufen. Das Studio ergänzt Raum- und Stadtplanung. Es spricht mit unterschiedlichen Formaten nicht nur die immer selbe Gruppe der Mitwirkungsinteressierten an. So schafft es die Plattform, breitere Bevölkerungskreise in die Stadtwerdung von Dietikon zu involvieren und sie zu motivieren, sich an der Programmierung der Freiräume zu beteiligen. Das Projekt lässt Landschaften und Stadträume entstehen, der Freiraum steht im Zentrum. Das Studio Dietikon zeigt, welche Rolle Landschaftsarchitektinnen und -architekten bei der Stadtentwicklung einnehmen könnten.

 

Jury Landschaftsarchitektur:

  • Michael Oser, Bryum – Büro für urbane Interventionen und Landschaftsarchitektur, Basel
  • Jean-Jacques Borgeaud, Bureau de paysage, Lausanne
  • Roman Häne, Kollektiv Nordost, St. Gallen
  • Sonja Müller, Meta Landschaftsarchitektur, Basel
  • Roderick Hönig, Hochparterre (Leitung der Jury)

hochparterre.ch

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