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3_2019

Am Anfang war der Tod

Am Anfang war der Tod

Niko Stoifbergs Debütroman beginnt mit einer Ungeheuerlichkeit: Sebi, ein 29-jähriger Landschaftsarchitekt, stösst einen Bub in den Vierwaldstättersee...

... um ihn retten zu können und so die Aufmerksamkeit von Lydia, der Halbschwester, zu erregen, die das Kind begleitet. Doch es kommt anders und endet auf Seite 20 mit den Worten: «Mir wird schwarz, das Kind ist tot.»

Hier beginnt die eigentliche Geschichte. Im Verlauf der noch folgenden 308 Seiten nimmt diese die Ausmasse einer griechischen Tragödie an. Sebi und Lydia finden tatsächlich zueinander, und während er noch versucht, das Geschehene zu verarbeiten, muss er erkennen, dass ihn auch mit der Mutter des Kindes mehr verbindet, als gedacht. Ihr hat er sich unwissentlich anvertraut. Und sie lässt ihn bald darauf auf perfide Weise Busse tun. Doch das ist längst nicht alles. In Stoifbergs Debütroman tut sich um jede Ecke ein weiterer Abgrund auf, eine weitere Schicksalsverkettung. Denn auch der Knabe ist Sebi am Ende näher, als er am Anfang ahnen kann.

stoifberg.com

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