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1/2_2017

Grosser Erfolg für das Gartenjahr 2016

Die schweizweite Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» setzte sich für den Erhalt und die Entwicklung von Freiräumen und Gärten ein und machte die breite Öffentlichkeit und die Fachwelt auf ihre zentrale Bedeutung für eine qualitätsvolle Verdichtung aufmerksam. 

Die rund 1600 Veranstaltungen der unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset stehenden Kampagne ermöglichten eine breite Diskussion zu Bedeutung, Nutzen und Pflege von Freiräumen in der urbanen Schweiz, sie zeigten Handlungsoptionen und gute Beispiele auf. Ausgestattet mit einem bescheidenen Budget erzeugte die Kampagne mit gezielten Kommunikationsmassnahmen die grösstmögliche Wirkung. 

Ein Blumenstrauss von Veranstaltungen – in allen Kantonen 

Die Bereitschaft, sich für die Ziele der Kampagne einzusetzen, war überwältigend: 108 Organisatoren sind als Partner auf der Website des Gartenjahres aufgeführt, weitere 56 Organisationen haben sich als deren Kooperationspartner für die Anliegen der Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» engagiert und dafür schweizweit rund 1600 Veranstaltungen organisiert. Zahlreiche Projekte wurden speziell aufgrund der Kampagne initiiert, andere Partner griffen im Rahmen bestehender Veranstaltungsreihen anlässlich des Gartenjahrs das Thema Freiraumerhaltung auf. 

Die Vielfalt der Veranstaltungen ist beeindruckend: Diskussionen über die Verdichtung standen neben Besichtigungen von historischen Gärten oder Events rund um das Urban Gardening. Die zahlreichen Partnerorganisationen haben mit ihren vielfältigen Projektideen, mit der Wahl der Veranstaltungsorte und -formate Grossartiges geleistet und das Thema in die Bevölkerung und in die Medien getragen. 

Für die rund 1600 Veranstaltungen wandten die Partnerorganisationen zusammen mit ihren Kooperationspartnern geschätzt rund 5.5 Mio. CHF auf, der grösste Teil wurde durch die Organisationen selber getragen. Mit finanzieller Unterstützung durch Stiftungen, Kantone, Gemeinden und Sponsoren machten die Partnerorganisationen die Gartenjahr-Projekte und Veranstaltungen möglich. Zudem leisteten die Partnerorganisationen unzählige Stunden an ehrenamtlicher Arbeit – herzlichen Dank! 

Wünschbares und Machbares 

Insgesamt haben rund 200’000 Menschen die Veranstaltungen besucht – eine beeindruckende Zahl gemessen an den rund 145’000 Franken, welche der Trägerschaft für die Organisation der Kampagne zur Verfügung standen. Damit konnte eine viersprachige Website aufgebaut werden, Flyer und Plakate wurden gestaltet, Medienarbeit geleistet – und das gesamte Projekt koordiniert. Aus finanziellen Gründen mussten die Organisatoren der Kampagne jedoch auf viel Wünschbares verzichten – in der Kommunikation wie auch in der Vernetzung. 

Die lokalen Veranstalter erhielten viel Freiheit – und grosse Verantwortung. Sie erzählten ihre Geschichten ihrer Gärten und Parks. Sie brachten ihre Interessen ein und formulierten ihre Wünsche. Sie schufen Erlebnisse und förderten lokal das Verständnis für die Bedeutung der Freiräume. 

Trägerschaft und Finanzierung 

Lanciert und getragen wurde das Gartenjahr von folgenden Organisationen: Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen BSLA, ICOMOS Suisse, Arbeitsgruppe Gartendenkmalpflege, Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger KSD, Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE, Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur SGGK sowie Schweizer Heimatschutz SHS. 

Unterstützt wurde die Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» durch das Bundesamt für Kultur BAK, das Bundesamt für Umwelt BAFU, das Bundesamt für Wohnungswesen BWO, das Bundesamt für Raumplanung ARE sowie durch die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW. 

Ausblick: Ergebnissicherung mit Publikation 

Für die Ergebnissicherung der Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» ist eine Publikation in der Schriftenreihe zur Kulturgüter-Erhaltung in Vorbereitung, die im Juni 2017 veröffentlicht wird. 

Die Organisationen, die Fachleute und lokalen Veranstalter werden sich über das Gartenjahr hinaus für die Ziele der Kampagne einsetzen. Denn Freiräume wie Gärten, Parks, Plätze und Grünflächen verschiedenster Art leisten in urbanen Gebieten einen zentralen Beitrag zur Siedlungs- und Lebensqualität. Sie schaffen Struktur und Identität und haben grosse Wichtigkeit für Erholung, Naturerlebnis, sozialen Austausch und Identität. Durch das Gebot der Verdichtung geraten bestehende Freiräume verstärkt unter Druck; einerseits durch die Bebauung und andererseits durch steigenden Nutzungsdruck auf den verbleibenden Flächen. Je dichter die Siedlung, desto wichtiger wird die Qualität der öffentlichen Räume – deshalb gilt es, den Freiräumen Sorge zu tragen. Wenn die Kampagne es geschafft hat, die Sensibilität für das Thema zu erhöhen und hier und da ein Samenkorn für die Sicherung, Verbesserung oder Schaffung von Freiräumen zu pflanzen, so hat sie ihr Ziel erreicht. 

Trägerschaft und Kampagnenleitung

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